23. Januar 2020 Werner Schön

Schuppen

Schuppen sind ein sehr häufiges Kopfhautproblem. Sie kommen in zwei Arten vor. Fettige Schuppen oder seborrhoische Dermatitis treten in Form von öligen und gelblichen Flocken oder Ablagerungen in Erscheinung, die sich auf der Kopfhaut bilden und am Kopf und an den Haaren kleben bleiben. Von trockenen Schuppen spricht man, wenn sich trockene, weiße Hautschüppchen oder Ablagerungen auf der Kopfhaut bilden und vom Kopf und aus den Haaren herabrieseln. Weitere Symptome sind Juckreiz, Rötung sowie eine fettige oder trockene Kopfhaut.

Schuppen entstehen, wenn sich die Hornhautzellen der Kopfhaut zu schnell erneuern. Die Kittsubstanz zwischen diesen Zellen nicht rasch genug abgebaut wird. Die Zellen hängen weiter zusammen und lösen sich in größeren Verbänden gemeinsam von der Kopfhaut ab. Diese zusammenhängenden Zellen werden als Schuppen sichtbar. Vor allem dunkle Haare heben sie durch den Kontrast besonders hervor.

Lokale Schuppenbildung und erhöhte Talgaktivität bzw. Seborrhea dermatitis ist eine häufige Form von chronischer Dermatitis. Die Gesichthaut ist an einigen Stellen gerötet und mit kleinen fettigen Schuppen bedeckt. Das betrifft insbesondere Stellen mit vermehrter Anzahl an Talgdrüsen, wie Nasenflügel, Augenbrauen, Stirn und Haaransatz. Die Untersuchung der Kopfhaut deckt meistens fettige Schuppen an den Haarfollikeln auf. Von Seborrhea dermatitis sind meist männliche Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren betroffen. Es kann aber auch bei Kleinkindern ab 2 Wochen vorkommen. Bei Säuglingen ist die Hautstörung als “Milchschorf” an Gesicht und Kopfhaut bekannt.

Behandlung:

Lokale Schuppenbildung und erhöhte Talgaktivität sind ein chronischer Hautzustand. Es existieren aber wirksame Behandlungsmöglichkeiten.  Um sie erfolgreich umzusetzen, ist die vorherige Beratung eines Dermatologen entscheidend. Zusätzlich sollten täglich dermokosmetische Produkte angewendet werden, um die Wirkung der Arzneimittel zu optimieren. Das Gesicht sollte mit einer milden Reinigungsbasis gewaschen werden. Anschließend erfolgt das Auftragen einer geeigneten Tagescreme.