21. Januar 2020 Werner Schön

Narben

Narben

Sie entstehen bei der Heilung einer Wunde nach einer Hautverletzung. Die Narbenbildung ist der letzten Schritt einer erfolgreichen Wundheilung. Sie ersetzen die verletzte oder zerstörte Haut durch Bildung von weniger elastischem Ersatzgewebe. Sie verändern sich mit der Zeit (Narbenreifung), wobei manche  ganz verschwinden und andere  ein Leben lang sichtbar bleiben. Patientinnen und Patienten können auch selbst einen Beitrag leisten, damit eine Narbe möglichst gut verheilt, z.B. durch Pflege der Narbe oder Sonnenschutz. In seltenen Fällen kommt es dazu, dass Narben wuchern. Es bilden sich atrophe Narben, hypertrophe Narben oder Keloide. Diese Narben können schmerzhafte Beschwerden verursachen und für die Betroffenen zur psychischen Belastung werden. Es gibt verschiedene Therapien für auffällige oder krankhafte Narben . .

Eine Narbe entsteht, wenn nicht nur die oberste Hautschicht (Epidermis), sondern auch tiefere Hautschichten verletzt sind.

Sie  sind endgültig, jedoch nicht unveränderlich.

Die Narbenbildung ist der letzte, sichtbare Schritt der Wundheilung, die in drei Stufen untergliedert ist: Entzündungs-, Reparatur- und Wiederaufbauphase.

Die Narbenbildung kann bis zu zwei Jahre andauern – auch als Narbenreifung bezeichnet. In dieser Zeit können Sie das Erscheinungsbild positiv beeinflussen. Je früher Sie damit anfangen, desto besser.

Sorgfältig versorgte Narben sind in der Regel deutlich weicher, blasser und weniger erhaben.

Im Gegensatz zur unverletzten Haut kann das Narbengewebe als Hautersatz zweiter Wahl bezeichnet werden. Denn anders als in der gesunden Haut mit elastisch verkreuzten Fasern liegen im Narbengewebe die Kollagenfasern parallel, was eine mangelnde Elastizität zur Folge hat. Außerdem fehlen der Narbe wesentliche Bestandteile der gesunden Haut wie Haare, Schweiß- und Talgdrüsen sowie die für die Pigmentbildung zuständigen Melanozyten. Zudem verfügt neu gebildetes Narbengewebe nicht über die Fähigkeit, sich selbst ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen beziehungsweise diese zu speichern.