25. September 2019 Werner Schön

Massage

MASSAGE

Die Massage im weitesten Sinne ist eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Franz Kirchberg hat dies in seinem Buch so formuliert:

„Wie jeder Mensch instinktiv eine geschwollene und deshalb schmerzende oder gestoßene Stelle seines Körpers reibt oder drückt und so versucht, den durch die Spannung verursachten Schmerz zu mindern, so wird dieses instinktive Mittel wohl auch als Heilmittel zu allen Zeiten angewandt worden sein.“

Franz Kirchberg: Handbuch der Massage und Heilgymnastik (1926)
Die Massage ist als eine der ältesten Behandlungstherapien ein wichtiger Bestandteil der physikalischen Therapie. Durch mechanische Behandlung der äußeren Gewebeschichten des Körpers werden verspannte Muskeln gelockert, die Durchblutung verbessert und die Geweberegeneration gefördert. Dadurch wirkt Massage anregend oder entspannend und kann auch Nerven- und Muskelschmerzen beseitigen. Ein weiterer Effekt sind die positiven Wirkungen auf das Gefäßsystem, die inneren Organe und den Stoffwechsel. Man unterscheidet 5 klassische Massagemethoden: Streichmassage, Knet-,Klopf- und Vibrationsmassage sowie Reibung/Klatschungen. Darüber hinaus gibt es wichtige Massagetechniken wie die manuelle Lymphdrainage, Reflexzonenmassage, Faszien Distorsions Modell, Golgi Schmerzpunkttherapie, Sportmassage.
Eine klassische Massage beginnt mit dem Ausstreichen. Dabei werden vor allem die oberen Hautschichten mit relativ wenig Druck und großflächigem Kontakt der Hände bearbeitet. Sie verschieben sich gegeneinander. Der Körper wird lockerer, erwärmt sich, wird besser durchblutet. Es folgen dann Knetungen zur Normalisierung der Muskelspannung und Friktionen, das sind kreisende Bewegungen, die durch Druck mit den Fingerspitzen die tieferen Verhärtungen bearbeiten. Möglich sind auch Klopfungen mit der hohlen Hand, den Fingerspitzen oder der Handkante und schließlich das Schütteln, eine Art Lockerung besonders für Arme und Beine.
Durch eine Massage werden mehr Endorphine ausgestoßen, die sogenannten Glückshormone. Das reduziert nicht nur die Schmerzen, sondern baut auch Stress ab. Es werden weniger Stresshormone gebildet. Das stärkt automatisch das Immunsystem und macht den Körper bereit, sich selbst zu heilen.