15. Januar 2020 Werner Schön

Camouflage

Camouflage

sind Kosmetika, die im Vergleich zu herkömmlichen Schminken eine höhere Pigmentdichte aufweisen. Entsprechende Abdeckcremes, Rouge oder Puder decken zu 55 Prozent besser als übliche Kosmetik-Produkte. Zudem sind sie oft auf einer Wachs-Öl-Basis, die extrem deckend und resistent ist. Daher ist Camouflage besonders widerstandsfähig und hält auch Witterungseinflüssen oder körpereigenen Flüssigkeiten (Tränen, Schweiß) stand.

Ob abdecken, kaschieren oder konturieren, das Make-up kann unsere Haut in vielerlei Hinsicht optimieren. Selbst bei starken Hautanomalien kann diese ganz besondere Schminke den Teint erheblich verbessern. Kein Wunder also, dass immer mehr Make-up-Artists darauf schwören.

Zur Überdeckung schwerwiegender Hautfehler, wie bei der medizinischen Camouflage, werden vor dem Camouflieren Komplementärfarben aufgetragen: Grün bei roten Verfärbungen, Orange bei bläulichen Flecken und Gelb bei lilafarbenen Verfärbungen der Haut. Schwarz, zum Beispiel bei Tätowierungen, kann durch Weiß abgedeckt werden. Dieser Vorgang wird auch als „Neutralisieren“ bezeichnet, daher auch der häufig verwendete Begriff Neutralizer. Auch Unebenheiten werden vor dem Auftragen der Camouflage-Foundation (Grundierung) mittels eines plastischen Präparats ausgeglichen. Erst danach wird die eigentliche Camouflage-Creme dünn auf die betroffene Stelle aufgetragen und zu den Rändern hin mit einem Make-up-Schwämmchen ausgestrichen. Für die gute Haltbarkeit sorgt ein Fixierpuder oder -spray, das die Kosmetik abschließend versiegelt. Zur Entfernung gibt es spezielle Reinigungspräparate, die die hohe Pigmentdichte schonend auflösen.