14. Januar 2020 Werner Schön

Botox

Botox

(Botulinumtoxin) gilt als das stärkste Nervengift, das man kennt. Es wird sowohl bei der Behandlung von neurologischen Erkrankungen als auch in der ästhetischen Medizin (zur Faltenglättung) verwendet.

Was macht es im Körper?

Um einen Muskel zu erregen, schüttet der dazugehörige Nerv den Transmitterstoff Acetylcholin aus. Dieser veranlasst den Muskel, sich zusammenzuziehen (Kontraktion).

Die Wirkung  beruht auf einer irreversiblen Hemmung der Ausschüttung von Acetylcholin. Die Muskulatur kann sich in der Folge nicht kontrahieren, und es resultiert eine Lähmung.

Ursprünglich wurde Botox zur Behandlung von Lidmuskelverkrampfungen eingesetzt. Inzwischen sind über 200 Erkrankungen bekannt, die durch Botox behandelt werden können, u.a. Migräne, Tinnitus, übermäßiges Schwitzen, Muskelspastiken bei Kleinkindern, Marisken etc.

Die ästhetische Indikation für eine Botoxbehandlung besteht, wenn durch zu viele tiefe Falten der Gesichtsausdruck unfreundlich, vorgealtert und unausgeglichen erscheint. Die Dosis für eine Gesamtbehandlung mit Botox (Vistabel, Azzalure, Xeomin, Bocouture) liegt bei etwa 50 Einheiten, eine Ampulle. Die letale Dosis bei Menschen liegt bei schätzungsweise etwa 5000 Einheiten, also etwa 50 Ampullen.